Rauchmelder

Die große Gefahr bei einem Hausbrand besteht oft nicht in den Flammen, sondern in dem häufig unterschätzten Rauch. Fast alle bei einem Brand ums Leben kommenden Menschen sterben in Folge einer Rauchvergiftung. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Todesfälle in Privathaushalten geschehen.

Rauchmelder gehören in die Wohnung

Rauchwarnmelder gehören in einer Wohnung eigentlich in jeden Raum. Vorgeschrieben ist es für diejenigen Räume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, dem zufolge Schlaf- und Kinderzimmer sowie Flure, die aus diesen Räumen als Rettungswege hinausführen.

Verantwortlich für die Umsetzung der Vorschriften sind Bauherren, Eigentümer und Vermieter. Warnmelder in der Küche können durchaus schon bei Kochdämpfen Alarm schlagen. Es gibt mittlerweile bereits Rauchmelder, die Wasserdampf von Rauch unterscheiden können. Deren Hitzesensoren erkennen, ob im Kochbereich eine Überhitzung stattfindet, da eventuell ein Topf mit Öl auf dem Herd vergessen wurde.

Rauchmelder, ab 2016 Pflicht!

Ab Anfang 2016 müssen in Niedersachsen Vermieter ihre Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausstatten. Diese Pflicht haben ebenfalls Wohnungs- und Hauseigentümer.
(Wir bitten um Verständnis, dass einschlägige Regelungen anderer Bundesländer hier nicht wiedergegeben werden.)

Auszug aus der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) vom 3. April 2012, § 44:

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„(5) In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. In Wohnungen, die bis zum 31. Oktober 2012 errichtet oder genehmigt sind, hat die Eigentümerin oder der Eigentümer die Räume und Flure bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder in den in Satz 1 genannten Räumen und Fluren sind die Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter, sonstige Nutzungsberechtigte oder andere Personen, die die tatsächliche Gewalt über die Wohnung ausüben, verantwortlich, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst.“

Gemäß Gesetz sind Eigentümer und Vermieter für die Installation der Rauchmelder zuständig. Für die Wartung sind die Mieter aber selbst zuständig. Dazu gehören Funktionstests und ein notwendiger Batteriewechsel. Übernimmt der Vermieter diese Aufgabe, kann er die Kosten über die Nebenkostenabrechnung auf die Mieter umlegen.

Rauchmelder – Welcher ist der Richtige?

Alle Rauchwarnmelder haben eine weitgehend identische Funktionsweise. Die Geräte besitzen eine Lichtschranke mit Lichtsender und -empfänger.

In einer Messkammer werden permanent Lichtstrahlen ausgesendet, die nur beim Eindringen von Rauchpartikeln reflektiert werden. Nach einer mehrfachen Prüfung durch den Rauchwarnmelder löst dieser dann Alarm aus. Die Geräte können Rauch bereits erkennen, wenn man ihn selbst noch nicht wahrnimmt (sieht).
Rauchmelder gibt es in unterschiedlicher Qualität. Beim Kauf sollte auf die CE-Kennzeichnung inklusive Prüfnummer und der Angabe EN 14604 geachtet werden. Diese Norm legt Anforderungen, Prüfverfahren und Leistungskriterien für Rauchmelder fest. Somit  entspricht das Gerät den geltenden Anforderungen. Zudem kann sich ein Verbraucher am Q-Label orientieren. Es ist ein Qualitätszeichen und kennzeichnet besonders hochwertige Rauchmelder mit geprüfter Langlebigkeit und geringer Störanfälligkeit.

Rauchwarnmelder müssen der Norm DIN14676 entsprechen und eine VdS-Zulassung. Diese Norm regelt Einbau, Betrieb und Instandhaltung der Rauchmelder unter anderm in Wohnungen vor. Sie schreibt eine mindestens jährliche Funktionskontrolle der Melder vor. Zu empfehlen ist eine professionelle Überprüfung. In Mietwohnungen muss der Vermieter dieser Pflicht nachkommen.

Worauf es ankommt!

  • Ab 2016 sind Rauchmelder in Niedersachsen Pflicht!
  • Schlafzimmer , Kinderzimmer und Flure (Rettungswege) müssen mindestens ausgestattet sein
  • Achten Sie beim Kauf auf Kennzeichnungen, wie CE/EN- Nummer und Q-Label
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